Sonntag, 30. Oktober 2016

..über Tapas, Paella und mal­lor­qui­nisches Craft Beer

Essen und alkoholische Getränke spielen ja im Urlaub eine zentrale Rolle. Da wir im Hotel nur Frühstück hatten (ein Thema, das wiederum ein eigenes Kapitel verdient) verpflegten wir uns Mittags und Abends selbst. Meistens bestand eine kleinere Zwischenmahlzeit aus verschiedenen Köstlichkeiten, die wir äußerst kreativ zubereiteten, da kaum Hilfsmittel zur Zubereitung vorhanden waren. Merke: niemals den Freund fragen, ob er das Multi-Tool jetzt wirklich in Urlaub mitnehmen muss, da wir es doch eh nicht brauchen werden! Außerdem schmeckt Rotwein auch aus Zahnputzgläsern und Oliven aus Kaffeetassen vom Frühstücksbuffet, solange man sie mit dem Lieblingsmenschen auf dem Hotelbalkon zu sich nimmt.
An meinem Geburtstagsabend entschied ich mich für Burger, weil wir beim Vorbeigehen einen schicken Burgerladen New Cacao (Burger& Tapas) entdeckt hatten. Ich aß zum ersten Mal Tapas (in Knoblauchöl getränkte heiße Shrimps). Außerdem waren wir uns einig, dass spanisches Bier unsere Bieransprüche erfüllt, wobei der Genuss in Urlaubsumgebung ja nicht repräsentativ ist.
Beim Burger hätten wir fast einen Burger mit Gänsestopfleber (Foie gras) bestellt. Ich dachte immer Foie gras wäre eine französische und keine spanische Spezialität, aber diese "Delikatesse" findet man in Alcúdia in jeder Karte. Die Burger waren super und der Laden einfach modern und trotzdem gemütlich!
Tapas & eine schicke Weinkarten-Idee


Burger @New Cacao, Port d'Alcudia 

Für unsere allgemeine Tapas-Erfahrung hat sich der allgemeine Erfahrungswert bestätigt, dass teuer nicht unbedingt besser sein muss. Vielleicht haben mich auch nur die frittierten Babytintenfische zu sehr abgeschreckt, die noch ihren Kopf dran hatten (Restaurant: Bodega d'es Port). Zu empfehlen ist an dieser Stelle das mittelmäßig anmutende aber überzeugende Ramon's Bar in einer kleinen Seitenstraße.
Tapas @Bodega d'es Port

Tapas @Ramon's Bar

Was sich sonst noch sagen lässt? 
1. Ich liebe Bier aus der Dose!! (Auf Mallorca ohne Pfand, so wie fast überall auf der Welt). Aber Cerveza schmeckt am Strand bei 25 Grad und Sonne einfach besser als bei 5 Grad und Regen in Berlin (empirische Daten).
2. Wenn die Hotelbar eine perfekte Gin-Auswahl hat, dann kann man direkt danach in sein Zimmer stolpern& ins Bett fallen und muss nicht mehr weit laufen. Cocktails am Strand sahen zwar toll aus, schmeckten aber leider nicht besonders.
3. Uuuuuuuuund, eines Abends entdecken wir in der rund ein Kilometer Fusßweg entferneten Alstadt von Alcudia einen Aushang einer Craft-Beer-Brauerei, die freitags zur Brauereibesichtigung und Tasting einlädt. Obwohl wir am besagten Freitag die einzigen waren, die die Microbrewery besichtigten, hat sich der Besuch wirklich gewohnt. Der Brauereibesitzer führte uns herum und erzählte uns noch Einiges über Mallorca, was man nur von einem Einheimischen erfahren kann. Super spannend und ganz besonders! Natürlich haben wir von jeder Sorte eine Flasche im Gepäck, nicht zuletzt weil die Flaschen von Beer Lovers Mallorca einfach mega schön sind. 

Cervezas am Strand <3
Hotelbar vs. "Cocktails" am Strand
Pale Ale @Beer Lovers Mallorca





Zum Paella-Essen, das immer nur für mindestens zwei Personen bestellt werden muss, konnte ich mich leider nicht überwinden. Ich hab immernoch Albträume von den Babytintenfischen mit Kopf. Aber Tapas werden wir auf jeden Fall zeitnah in Berlin mal essen, mal schauen ob die das hier auch können.


Dienstag, 25. Oktober 2016

Alcúdia

Blogger sagt, dass ich im September 2015 den letzten Post veröffenlicht hab - unmöglich. Die Zeit rennt und ich fühle mich regelrecht schlecht dabei, so lange Zeit nicht einmal Fotos geteilt zu haben. Mit dem Bloggen ist es bei mir wie mit den Neujahrsvorsätzen (auch die rücken ja schon wieder  unglaublich nah). Aus "dieses Mal aber wirklich" wird "nächste Woche echt", "ab nächsten Monat auf jeden Fall dann" und schließlich "nächstes Jahr wieder" bzw. "nie". Das ist nicht nur deshalb schade, weil man den Glauben an die eigene Willenskraft verliert, sondern weil das Leben genug zu erzählen hat, das sich zu teilen lohnt. Und was lohnt sich mehr zu teilen, als Urlaubseindrücke?

Anfang Oktober waren wir mehr last-minute als lange geplant für eine Woche im Nordosten von Mallorca. Da ich mit dem Wort "Mallorca" bisher nur Ballermann, Saufen und Touristen assozierte, hatte ich mich mit dieser feinen Insel leider vorher nicht näher beschäftigt. Deshalb hatte ich keine großen Erwartungen kulinarischer und kultureller Art, geschweige denn an die Landschaft.
Schon im Taxi, das uns die rund 50km vom Flughafen in Palma an die Nordostküste brachte, war klar: Mallorca kann was - nämlich schonmal gut aussehen! Palmen, verfallene Fincas und zwischendrin Weinanbau, Berge, wenig bewohnte Fläche und grasende Tiere sehen halt in der Gesamtkomposition wunderschön aus.

Treppe zum Meer

Ich merkte erst vor Ort, dass ich wirklich fast ohne besondere Erwartungen losgeflogen war (Häufigkeit: selten bis nie). Das ermöglichte mir, mehr als positiv überrascht zu sein und machte es unmöglich etwaige Erwartungen zu enttäuschen.

Bevor ich nächstes Mal noch ein paar Tipps rund um Alcúdia mit euch teile (Achtung: Vorsatz!), möchte ich euch ein paar schöne Foto

der Port d'Alcúdia
die Bucht von Alcúdia
eine einsame felsige Bucht nördlich von Alcúdia
auf dem Sonntagsmarkt in der Altstadt von Alcúdia
Blick aus dem Hotelzimmer